Was kostet Google Ads? So planen kleine Unternehmen ihr Budget

„Was kostet das?“ ist die häufigste Frage, die wir zu Google Ads hören. Die ehrliche Antwort: so viel, wie Sie festlegen. Wie viel sinnvoll ist, hängt aber davon ab, was ein Klick in Ihrer Branche kostet und was Ihnen ein neuer Kunde wert ist. Hier erklären wir, wie das zusammenhängt.

Die Kosten bestehen aus zwei Teilen

Wenn Sie mit Google Ads werben, zahlen Sie zwei Dinge:

  1. Das Werbebudget geht direkt an Google. Es bezahlt die Klicks auf Ihre Anzeigen.
  2. Die Betreuung zahlen Sie an die Agentur oder an die Person, die Ihre Kampagnen einrichtet und pflegt. Wenn Sie alles selbst machen, zahlen Sie stattdessen mit Ihrer Zeit.

Beides sollten Sie getrennt betrachten. Ein seriöses Angebot zeigt Ihnen genau, welcher Teil an Google geht und welcher an die Agentur.

Sie zahlen pro Klick, nicht pro Anzeige

In der Google Suche zahlen Sie, wenn jemand auf Ihre Anzeige klickt. Wird sie nur angezeigt, kostet das nichts. Deshalb spricht man vom Cost-per-Click (CPC), also den Kosten pro Klick.

Wie hoch dieser Preis ist, entscheidet bei jeder einzelnen Suche eine Auktion. Sie geben ein Höchstgebot an, also den Betrag, den Sie maximal für einen Klick zahlen möchten. Laut Google liegen die tatsächlichen Kosten oft darunter. Wichtig: Das Gebot ist nicht der einzige Faktor. Google bewertet auch, wie gut Ihre Anzeige und Ihre Website zur Suchanfrage passen. Eine sehr passende Anzeige kann deshalb weiter oben stehen und trotzdem weniger kosten als die eines Mitbewerbers, der mehr bietet.

Warum Klickpreise so unterschiedlich sind

Einen festen Preis pro Klick gibt es nicht. Er hängt vor allem von drei Dingen ab:

  • Wettbewerb: Je mehr Unternehmen für denselben Suchbegriff werben, desto teurer wird der Klick. Bei „Anwalt Düsseldorf“ bieten mehr Kanzleien mit als bei „Zaunbau Heiligenhaus“.
  • Wert eines Kunden: In Branchen, in denen ein Auftrag viel Geld bringt, sind Unternehmen bereit, mehr pro Klick zu zahlen. Das treibt die Preise.
  • Qualität: Passende Anzeigen und eine gute Zielseite senken den Preis, den Sie für eine gute Position zahlen müssen.

Deshalb ist eine Recherche vor dem Start so wichtig. Google zeigt im Keyword-Planer für jeden Suchbegriff eine Spanne, was Werbetreibende für eine Platzierung oben auf der Seite ungefähr geboten haben. Daraus lässt sich ableiten, was ein Klick in Ihrer Region etwa kosten wird.

So funktioniert das Tagesbudget

Sie legen für jede Kampagne ein durchschnittliches Tagesbudget fest. Das ist kein harter Deckel pro Tag: Google darf an einzelnen Tagen bis zum Doppelten ausgeben, wenn an diesem Tag besonders viele Menschen suchen. Dafür wird an ruhigen Tagen weniger ausgegeben.

Für den ganzen Monat gilt aber eine feste Grenze: Sie zahlen höchstens das 30,4-Fache Ihres Tagesbudgets. 30,4 ist die durchschnittliche Anzahl von Tagen pro Monat. Bei 20 Euro Tagesbudget zahlen Sie also höchstens 608 Euro im Monat, egal wie viele Klicks es gibt.

Kurz gesagt: Ihre Kosten sind planbar. Mehr als Tagesbudget mal 30,4 im Monat geht nicht an Google.

Rechenbeispiel: Wie viel Budget brauche ich?

Statt von einem Pauschalbetrag auszugehen, rechnen Sie am besten rückwärts: Wie viele Anfragen wollen Sie, und was darf eine kosten? Ein vereinfachtes Beispiel mit angenommenen Zahlen:

AnnahmeBeispielwert
Durchschnittlicher Preis pro Klick2 €
Anteil der Besucher, die anfragen5 % (jeder 20. Klick)
Kosten pro Anfrage20 Klicks × 2 € = 40 €
Ziel: 15 Anfragen im Monat15 × 40 € = 600 € Werbebudget

Die Zahlen sind nur ein Beispiel. In Ihrer Branche können Klickpreis und Anfragequote deutlich anders liegen. Die Rechnung zeigt aber, worauf es ankommt: Wenn aus einer Anfrage im Schnitt ein Auftrag über 1.000 Euro wird, sind 40 Euro pro Anfrage gut angelegt. Bei einem Auftrag über 80 Euro eher nicht.

Mit wie viel sollte man anfangen?

Einen Mindestbetrag schreibt Google nicht vor. Das Budget sollte aber groß genug sein, dass in den ersten Wochen genug Klicks zusammenkommen, um zu erkennen, was funktioniert. Mit wenigen Euro am Tag in einer teuren Branche sammeln Sie kaum Daten und können nichts sinnvoll verbessern.

Unsere Faustregel: Starten Sie lieber mit einem Kanal und wenigen, sehr passenden Suchbegriffen richtig, als das Budget auf viele Begriffe zu verteilen. Rechnen Sie für die ersten ein bis zwei Monate mit einer Lernphase, in der wir Suchbegriffe, Anzeigen und Gebote nachschärfen.

Fünf Wege, Geld zu sparen

  1. Regional begrenzen: Zeigen Sie Anzeigen nur dort, wo Sie auch arbeiten, zum Beispiel in Heiligenhaus und 20 Kilometern Umkreis.
  2. Ausschließende Keywords: Schließen Sie Suchen wie „kostenlos“, „Job“ oder „selber machen“ aus, wenn sie nicht zu Ihrem Angebot passen.
  3. Passende Zielseite: Schicken Sie Klicks auf eine Seite, die genau zur Anzeige passt, nicht auf die allgemeine Startseite.
  4. Anfragen messen: Ohne Conversion-Tracking wissen Sie nicht, welche Suchbegriffe Anfragen bringen und welche nur Geld kosten.
  5. Zeiten steuern: Wenn Sie Anrufe nur zu Bürozeiten annehmen, können Anzeigen nachts pausieren.

Fazit

Google Ads kostet so viel, wie Sie festlegen, und mehr als Tagesbudget mal 30,4 wird im Monat nicht abgerechnet. Entscheidend ist nicht die Höhe des Budgets, sondern was eine Anfrage kostet und was sie Ihnen bringt. Wer das vorher durchrechnet und die Kampagne sauber misst, gibt sein Geld gezielt aus.

Sie möchten wissen, was Klicks in Ihrer Branche und Region kosten? Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns das gemeinsam an. Mehr zu unserer Google Ads Betreuung.

Quellen: Google-Ads-Hilfe zum durchschnittlichen Tagesbudget und zu den Kosten pro Klick (Stand Oktober 2026).

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